Kapitel vierundvierzig

Plötzlich klopfte es im „Reallife“ an meiner Zimmertür. Es war Eva.
„Ich hab dich weinen gehört und habe nicht das Gefühl, dass Lucas nicht nur auf eine Beerdigung gefahren ist“.
Sofort brach ich wieder in Tränen aus und fiel ihr um den Hals.
„Er war immer für mich da. Wie kann er jetzt so plötzlich gehen. Und er weiß nicht einmal wann er wieder kommt! Musikakademie in LA, super“, schluchzte ich und klammerte mich an sie als wäre sie ein Rettungsring.
„Es lag dir sehr viel an ihm oder?“, fragte sie und stieß mich nicht von sich.
„Ja, er war mein bester bester Freund“, heulte ich wie eine Sirene.
„Ich weiß. Mir wird er auch fehlen, ich kannte ihn genauso lang wie du“, tröstete sie mich, „Soll ich meine Luftmatratze holen? Übernachtungsparty?“
Ich nickte, jetzt ging es mir ein bisschen besser.
Wir sahen uns „Rubinrot“ an und ich erzählte ihr alles.

„Aber Medina, du hast doch jetzt Kontakt mit seinem Bruder oder? Der war doch gestern Abend bei dir ja?“, wechselte sie überraschend das Thema und ich nickte zögerlich.
„Vielleicht weiß er ja warum Lucas das macht…“, überlegte ich laut und zückte mein Smartphone.
-„Genau und außerdem meintest du doch er möchte mal wieder vorbei kommen! Wann wäre das besser einen hübschen netten Mann hier zu haben als jetzt!“
Ich tippte auf seinen Namen und bei jedem Signal schlug mein Herz schneller.
Nervös begann ich eine kurze Unterhaltung, telefoniert hatten wir davor noch nie, doch seine angenehme tiefe Stimme beruhigte mich schnell: „Hi…Hi Arvid…ja…Hm…nicht so gut…und d…ja Lucas ist plötzlich verschwunden…ja so schlimm grad, weiß gar nicht was der Grund ist, er meint er hat ein Stipendium…oh schade du auch nicht?...hm okay…magst du nächsten Monat vorbei kommen und wir unternehmen was?...nächste Woche schon!...ah cool das überrascht mich jetzt…okay ich gebe dir mal die Nummer von Nick der ist in der Wohnung von Lucas und du könntest ja dann da schlafen…super dann bis bald!...ja ich schreib dir in WhatsApp.“

Ich grinste Eva breit an und sie hüpfte wie ein Kind auf und ab: „Wie geil er kommt einfach schon nächste Woche! Gott ich bin so neugierig! Was du bis jetzt erzählt hast klingt ja mega!“
„Ja voll krass er kommt schon nächste Woche Samstag“, freute ich mich und Eva umarmte mich stürmisch.
In diesem Moment vibrierte mein Handy und ich tippte neugierig auf den Sensor.
Es war Arvid und Eva kreischte als sie die Nachricht las:
Ich freue mich schon auf Samstag  bekommst natürlich auch noch ein Geschenk :P

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