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Es werden Posts vom März, 2019 angezeigt.

Kapitel zwölf

Als ich nach dem Abendessen zu Lucas kam lag er, einen zerknüllten Zettel lesend auf seinem Bett und machte einen todmüden Eindruck. „Von wem ist der?“ Ich deutete auf das Blatt Papier und lächelte. -„Von Antonella sie will mir beweisen, dass sie in echt anders ist. Ich glaub ihr das nicht. Hab heute mit ihr Schluss gemacht, als sie zu Besuch war. Medina, was sagst du dazu? Hab ich richtig gehandelt?“ Er sah mich mit müden Augen an. „Naja ist deine Entscheidung. Die Beziehung bestand ja eigentlich nur aus Knutschen“, bekräftigte ich ihn und holte dann die Tüte mit den Hausaufgaben hervor, in die Marcus und meine besten Freunde noch Süßigkeiten und ähnliches gepackt hatten. „Das ist lieb von euch“, sagte er matt und machte mit seinen Fingern zu verstehen, dass ich die Sachen neben das Bett stellen sollte, dann wandte er sich wichtigeren Dingen zu: „Und was machst du heute noch so?“ „Heute Abend ist der klassische „Freitag DVD-Abend“ bei mir und Eva. Schade, dass du fehlst. Marcu...

Kapitel zehn

Ich und Marcus waren seit dem Kino unzertrennlich, als wäre meine Flucht nach Amerika nie gewesen. Er schlief fast nur noch in meiner WG oder ich in seiner und wir hielten jede mögliche Sekunde Händchen. Irgendwie war es fast zu schön um wahr zu sein. Meine besten Freunde kamen auch nie zu kurz, da wir den gleichen Freundeskreis hatten. Eines Tages, es musste Ende November gewesen sein, wir hatten uns als Gruppe in eine Sitzgruppe zurückgezogen, fragte Lucas: „Ist jetzt eigentlich bei euch etwas anders geworden Marcus? Ich meine ihr wart ja vor zwei Jahren schon zusammen und da hattest du ka dazwischen  noch andere Mädchen. Fühlt sich jetzt was anders an?“ „Ja das würde mich auch interessieren“, stimmte Eva zu und rieb sich fröstelnd die Hände, sie hatte mal wieder die Handschuhe vergessen. „Naja Medina hat sich zum positiven verändert und ich habe viel mehr Zeit mit ihr alleine, da sie mit dir nun weniger Zeit verbringt. Darüber haben wir ja im Fußballtraining schon geredet, das...

Kapitel neun

-"Medina was war das!?“ „Nichts Frau Otter ich habe mir nur kurz eine neue Tintenpatrone geholt“, redete ich mich etwas unklug heraus, schließlich schrieb ich schon den ganzen Unterricht (also nur Zettelchen) mit einem Kulli . Was unsere Frau Lehrerin leider auch bemerkte: „Aha, wusste gar nicht, dass Kugelschreiber auch Füllerpatronen brauchen!“ Ihr Lächeln wurde noch hämischer. Ich liebe ja den Biounterricht, aber diese Frau konnte ich einfach nicht leiden. „Ja ich gebe es zu, ich habe nicht aufgepasst“, murmelte ich und versuchte ein wenig unschuldiger zu wirken. Es war der rücksichtslosen Frau egal und ich musste für 10 min in den Gang und wenn ich dann weg wäre müsste ich zur Rektorin. Gelangweilt setzte ich mich auf den Boden und lehnte meinen Kopf gegen die Wand, da kam plötzlich Marcus aus dem Klassenraum gegenüber. Kurz blieb er verdattert stehen, dann grinste er breit. „Scha...

Kapitel elf

Ich konnte mich nicht konzentrieren. Ich musste immer nur an ein Mädchen denken und zwar nicht an Antonella, sondern an Medina. Ich war ein schrecklicher Freund. Ich liebte nicht einmal meine Freundin in Ansätzen. Ich dachte bei Antonella wäre es anders als bei den anderen Mädchen. Weil sie noch jünger war und ich dachte, sie würde vom Charakter her mehr Medina ähneln. Aber stattdessen unterschieden sie sich wie Feuer und Wasser. Antonella dachte immer nur an ihren Spaß und ihr eigenes Wohl während Medina in einer Beziehung auch die Wünsche des anderen interessierten. Ich hatte keine Lust mehr nur rumzumachen! Plötzlich stieg Übelkeit in mir auf und mir wurde schwindlig, außerdem stach mein Bauch höllisch. So mussten sich Mädchen bei der Periode fühlen. „Was hast du?“, erkundigte sich Medina, „Ist dir schlecht? Du siehst blass aus und zitterst“. „Ja, mir ist ei...

Kapitel acht

Am nächsten Morgen, es war ein Samstag, hatte ich große Lust zu trainieren. Ich war eine relativ gute Hobbytänzerin und der alte Tanzsaal, mit den deckenhohen Spiegeln, einer meiner Lieblingsorte an der Schule. Ich machte mich gerade warm als plötzlich Lucas im Raum auftauchte. Er trug eine weite Jogginghose und hatte seine Tanzschuhe an den Füßen, die er früher auch immer für die Standardtänze trug. „Hi Prinzessin darauf habe ich schon ewig gewartet", meinte er und strahlte mich mit breitem Lächeln an. „Darauf, dass ich mit dir tanze?", lachte ich und nahm grinsend seine Hand. -„Natürlich Prinzessin. Mit wem sollte ich denn sonst tanzen?" Ich drehte mich spielerisch auf Zehenspitze im Kreis und Lucas umfasste meine Hüfte. Er konnte wirklich gut tanzen, zwar kein Ballett aber fast alle restlichen Tanzarten, weshalb ich am liebsten mit ihm tanzte. An diesem Tag probierten wir alles aus, was vor zwei Jahren perfekt geklappt hatte. Hebefiguren, komplizierte Drehung...

Kapitel sieben

Mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht kam ich bei der Weide an, wo Marcus Weide (ja Weide stand unter einer Weide :P) schon mit einem süßen Blumenstrauß auf mich wartete. „Hast du die etwa aus dem Schulgarten geklaut?“, fragte ich mit einem Augenzwinkern und deutete auf die Blümchen. Ich war so froh nach all der Zeit, alleine mit ihm was unternehmen zu können. -„Nein was denkst du denn von mir?“ Er sah wirklich empört aus, doch dann grinste er. Verträumt roch ich an den Rosen, dann legte ich sie vorsichtig in meine große Umhängetasche. Hand in Hand verließen wir das Schulgelände und gelangten in die Kleinstadt Heiligenberg. Die Altstadt war traumhaft und das kleine Kino lag in einem alten Kornspeicher. Es sah richtig klassisch aus, mit den roten stoffbespannten Stühlen und überall lag der Geruch von frischem Popcorn in der Luft. Es gab zwar auch ein neues Kino in der Stadt, aber ich hing so an diesem hier und außerdem liefen hier auch alte Streifen, wie „Pretty Woman“ heute. ...

Kapitel sechs

Am nächsten Tag in der Schule erfuhr ich, dass sich noch ein weiteres Paar getrennt hatte: Maja und Marcus. Sie lief wie eine Heulsirene durch die Schule und verlangte von allen Mitleid, weil Marcus ja so ein riesiger A**** war, doch der blieb den ganzen Tag ruhig. In der Pause sprach ich ihn darauf an: „Bist du gar nicht traurig, dass das mit Maja vorbei ist?“ -„Ne eigentlich nicht, sie hat in letzter Zeit nur noch genervt.“ „Mit Lucas und Lulu ist es jetzt, dank mir, ja auch aus“, seufzte ich. -„Ja hat mir Lucas schon erzählt. Die war aber letztes Jahr auch immer schon eifersüchtig auf dich. Die wollte nicht, dass ihr chattet und alles! Dagegen war Maja ja richtig lässig.“  Er lachte trocken, nahm dann seine Bücher aus dem Schrank und verabschiedete sich mit einem breiten Grinsen. Im Unterricht saß ich in dieser Stunde wieder neben Lucas und wir schrieben Zettelchen: Tut mir  leid wegen Lulu :( Das wollte ich nicht :,( War doch nicht deine Schuld :* Sie ...

Kapitel fünf

Mittags lief ich so schnell ich konnte in unsere Wohnung, machte mein Bett und räumte das Badezimmer auf. Dann musste ich in die Küche, ich hatte leider Kochdienst. „Super Medina“, schmatzte Eva, dann schob sie sich noch eine Gabel Salat in den Mund. „Find ich nicht! Das sind viel zu viele Kalorien!“, schimpften Lulu und Maja. Beleidigt standen sie auf. „Wir gehen jetzt Shoppen“, keifte Maja, nahm ihre Handtasche und schon waren die beiden Zicken verschwunden. Wenig später stand Lucas in der Tür. „Hi“, begrüßte er Eva und mich. „Ich muss jetzt auch los. Nick braucht Mathenachhilfe“, stotterte Eva und dann war auch sie weg. Doch bevor sie ging warf sie mir noch ihren „Wenn was passiert war es nicht meine Schuld“-Blick zu. „Komm wir gehen in mein Zimmer“. Lucas nickte. Bald darauf saßen wir zusammen auf meinem Bett und sahen zu wie Kapitän Kirk gegen die Aliens gewann. Ich langweilte mich schrecklich und spielte heimlich mit meinem Handy rum. „Geht es deinem Pou gut?“, fragte m...

Kapitel vier

Endlich waren wir bei der Schule angekommen und stiegen aus dem Bus. Das Schulgebäude sah wie vor zwei Jahren immer noch sehr romantisch aus. Vor mehreren hundert Jahren war das Haus ein richtiges Schloss, von einem echten König, gewesen. Das Internat allerdings war in einem moderneren Teil untergebracht, der vor 5 Jahren angebaut worden war. Am Anfang, also in der 5.-7. Klasse lebten wir noch in richtig alten Zimmern mit Stuck an der Decke und so weiter. Das war viel schöner. Schon kam die Direktorin Frau Huber aus dem großen Portal und breitete mütterlich die Arme aus. „Hallo Kinder, endlich seid ihr da! Kommt in den Speisesaal und esst etwas, ihr seht wirklich müde aus“. Wir nahmen alle das Angebot dankend an und folgten ihr in den riesigen Saal, wo immer gegessen wurde, wenn ein wichtiger Anlass war. Sonst kochten wir alle in unseren Internats WGs in der Küche. Das sollte uns selbstständiger machen. Aber meistens aßen wir dann Tiefkühlgerichte aus dem kleinen Internatssupermarkt...

Kapitel drei

Wir waren jetzt schon 4 Stunden unterwegs und würden erst in drei ankommen. Dann würde es schon 23 Uhr sein. Ein Gähnen entfuhr mir. „Willst du ein Kissen?“, bot Lucas an und reichte mir eines aus seiner Tasche. „Danke. Bist du eigentlich noch sauer weil ich mich nicht gemeldet hab?“, fragte ich mit schlechtem Gewissen und legte mich in seinem Schoß zurück, das Kissen unter meinem Kopf. „Nein, du hast mir ja erklärt warum und ich verstehe das“, wischte er meine Sorgen weg, „Du kannst jetzt ruhig schlafen, ich habe nichts dagegen. Muss heute echt stressig für dich gewesen sein“. „Ja das war es wirklich“, murmelte ich todmüde. Jet-lag, ein Streit, die Freude alle wiederzusehen und zu merken, dass sie mich alle noch genauso mochten wie vor zwei Jahren, außer Marcus natürlich, das war echt viel auf einmal. Ich schloss die Augen und schon war ich eingeschlafen. Das Geräusch von ungeduldig hupenden Autos riss mich aus dem Schlaf und sofort schlug ich die Augen auf und sah mich um. E...

Kapitel zwei

Eine von Majas Freundinnen zwinkerte zu meiner Überraschung Lucas flirtend zu, doch er tat so als hätte er es nicht bemerkt. „Aha Medina, das ist ja toll. Gut, dass du über deine Niederlage bei Marcus hinweg bist!“, stieß Maja sofort einen ihrer giftigen Stachel ab und grinste hämisch. „Schön, dass dir das gefällt. Wie ich bemerkt habe, hast du ja aufgegeben hinter Lucas herzurennen“, giftete ich zurück und baute mich vor ihr auf. „Weil ich je auf den gestanden hab. Den wollen ja eh schon genug und du anscheinend auch!“, führte sie unseren Kampf weiter und machte sich noch größer. -„Aber bei deinen Freunden muss man ja auch mit den Taschenrechner anfangen!“ „Haha guter Witz! Naja ich wünsche euch noch weiterhin viel Spaß und ich glaube die anderen freuen sich schon auf den neusten Klatsch!“, provozierte sie weiter und warf ihre lange schwarze Haarmähne zurück. -„Das wagst du nicht!“ -„Da wirst du noch staunen was ich alles wage du blöde Bitch!“ „Was haben wir denn dir getan,...

Kapitel eins

Ich klickte die Nachricht weg und schloss die App des Blogs, dann sah ich mich an der Bushaltestelle um, an der in wenigen Minuten der Bus zu dem Internat kommen würde, dass ich vor zwei Jahren verlassen hatte. Nervös wechselte ich immer mein Standbein und sah die Straße auf und ab, auf und ab. Wann kam der Bus endlich? Plötzlich hörte ich Schritte näher kommen, ruckartig drehte ich meinen Kopf nach hinten, so schnell das ich mir den Hals verdrehte. „AU Scheiße!“, zischte ich und rieb mir mit schmerzverzehrten Gesicht den Hals. „Alles in Ordnung?“, erkundigte sich eine angenehm tiefe Jungenstimme. „Passt scho, hab mir nur den Hals verdreht“, murmelte ich und sah auf, vor mir stand ein großer und hübscher dunkelhäutiger Junge. Er war zwischen 18 und 19 Jahre alt, also in meinem Alter und trug eine Reisetasche in einer Hand. Irgendwoher kannte ich ihn… „Fährst du auch nach Hohenfels?...

Prolog

„Hach Hauptmann Lucas ist doch ein wahrer Mann findest du nicht Dolores“, seufzte Anna Maria von Hohenbauern und sah mir mit schmachtenden Blick zu, wie ich den nächsten Hieb von meinem Vater abwehrte und ihn mit einem Stoß gegen die Brust zu Boden warf. „Klasse gekämpft mein Sohn“. Fröhlich klopfte er mir auf die Schulter und winkte dann zu den Damen herüber. „Ich glaube die stehen auf dich mein Junge, eine Partie mit Anna Maria soll aufregend sein. Sie soll neue Techniken im Bett entwickelt haben“, witzelte mein Dad, zwinkerte mir zu und verschwand dann zu einer Bank wo meine Mutter saß und stickte. Das Schloss Marienstein war mein Lieblingsort, zum Glück hatte uns der König einmal wieder eingeladen. In meiner Kindheit war ich fast jeden Tag hier gewesen. Jetzt mit 18, wo ich schon Kriegsdienst leisten musste, war ich so selten in unserm Schloss, das ganz in der Nähe lag, dass ich fast keine G...

Willkommen ❤️

Wenn ihr hier angekommen seit, habt ihr von mir eine persönliche Einladung bekommen ❤ Ich teile hier die Kapitel zu dem ersten Teil einer Triologie mit dem Titel "Prinzessin". Es ist ein Herzensprojekt von mir und ich schreibe schon seit  8 Jahren  daran! Bitte geht deshalb lieb mit ihm um 👍 Meine  kleinen Regeln : Teilt den Link nur mit meinem Einverständnis 💬 Kein kopieren der Texte☺ Das wars schon! Nun ein kurzer  Klappentext : Medina ist ein normales Mädchen mit normalen Freunden. Das dachte sie jedenfalls, denn ihr bester Freund Lucas hat ein Geheimnis, was ihr Leben für immer verändern wird. Ist ihr Leben wirklich so unvorhersehbar und frei wie sie immer dachte? Wer bestimmt ihre Zukunft? Ich hoffe ihr seit schon neugierig auf mein Projekt. Am Freitag den  08.03.2019  geht es los! Ihr findet die "Prinzessin" auch auf social media: Instagram  @kirschbaumprinzessin Es gibt eine  WhatsAppGruppe , dafür schickt ihr mir bitte b...