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Finale

Hallo❤ Ich möchte mich hier herzlich bedanken, dass ihr dieses Abenteuer mit mir gegangen seid. Ich habe mich immer riesig gefreut ein neues Kapitel mit euch zu teilen und selbst so viel mehr über Medina, Lucas, Eva, Marcus und Nick erfahren. Durch die Chats lernt man sie einfach so viel besser kennen und es war als würde ich selbst mit ihnen reden. Danke für eure positive Rückmeldung und ich hoffe ihr seit bei "Prinz und Prinzessin" wieder mit dabei 😊 Website:  https://prinzundprinzessin.blogspot.com/?m=1  Mich würde es sehr freuen wenn ihr diese Umfrage ausfüllt und wenn euch noch etwas einfällt macht gerne Anmerkungen.  Dankeschön 💕 Umfrage: https://doodle.com/poll/cixtrqvp6xfeddsn Ich wünsche euch viel Spaß mit dem Finale!  Viele Grüße,  Bernadette  Ah und keine Angst, ich werde euch natürlich bis zum 01.07.2019 mit weiteren Chats und Notizen den Tag versüßen 😏

Gedruckte Prinzessin

Hallo Leser*innen,  Erste Informationen über die gedruckte Ausgabe von "Prinzessin" kommen ans Tageslicht. Die Ausgabe umfasst 72 Seiten 📖 Sie wird in DIN A4 und mit einer hochwertigen Ringbuchbindung erscheinen.  Der Preis wird auf Anfrage von mir weiter gegeben aber nicht hoch sein 😊 mich würde es freuen wenn ihr mich damit unterstützt ❤️ Ich werde in der Woche vom 17.06. 2019 zur Druckerei gehen und ein Probexemplar bestellen, dann kommen erste Fotos auf Instagram und in der Gruppe 🤗 Arvid und Nick unsere "Lieblingsleseratten" würden es sicher lesen 😎 Viele Grüße,  Bernadette 

Kapitel vierundvierzig

Plötzlich klopfte es im „Reallife“ an meiner Zimmertür. Es war Eva. „Ich hab dich weinen gehört und habe nicht das Gefühl, dass Lucas nicht nur auf eine Beerdigung gefahren ist“. Sofort brach ich wieder in Tränen aus und fiel ihr um den Hals. „Er war immer für mich da. Wie kann er jetzt so plötzlich gehen. Und er weiß nicht einmal wann er wieder kommt! Musikakademie in LA, super“, schluchzte ich und klammerte mich an sie als wäre sie ein Rettungsring. „Es lag dir sehr viel an ihm oder?“, fragte sie und stieß mich nicht von sich. „Ja, er war mein bester bester Freund“, heulte ich wie eine Sirene. „Ich weiß. Mir wird er auch fehlen, ich kannte ihn genauso lang wie du“, tröstete sie mich, „Soll ich meine Luftmatratze holen? Übernachtungsparty?“ Ich nickte, jetzt ging es mir ein bisschen besser. Wir sahen uns „Rubinrot“ an und ich erzählte ihr alles. „Aber Medina, du hast doch jetzt Kontakt mit seinem Bruder oder? Der war doch gestern Abend bei dir ja?“, wechselte sie überrasche...

Was inspirierte mich?

Hallo Leser*in, Heute verfasse ich einmal einen ganz anderen Post :) Mein erstes Buch steuert nun langsam den Ende entgegen. Nur noch vier Kapitel und dann ist es schon vorbei. Darauf wird natürlich der zweite Band folgen aber trotzdem ist es ein großer Schritt in meinem 21 jährigem Leben, dass ich dies alles mit euch geteilt habe. Hier möchte ich nun etwas mehr in die Details gehen, wie ich dazu gekommen bin dieses Buch zu schreiben und woher die wichtigsten  Charaktere ihren Ursprung haben. Fangen wir mit der Grundstruktur des Buches an. Viele die mich näher kennen wissen, dass ich seit ich 5 Jahre alt bin ein riesiger Harry Potter Fan bin. Ich habe sofort als ich die ersten Worte lesen konnte mit dem ersten Buch begonnen und alle Teile verschlungen. Die Filme habe ich geliebt und mit meinen engsten Freundinnen ab Teil 5 in der Vorpremiere gesehen. In meiner Pubertät kam die Faszination für Draco Malfoy dazu, der in Teil 6 eine wichtige Rolle...

Kapitel dreiundvierzig

Als ich sie öffnete kamen noch mehr Tränen. Dieses Geschenk würde mich immer an ihn erinnern. Es war ein Medaillon und es sah sehr alt aus, außen war aus Porzellan eine Rose geformt und der Rest war aus wunderschönem Silber gefertigt, aber das Beste war das kleine Foto von mir und Lucas im inneren des Schmuckstücks. Es zeigte das Bild, das seine Mutter in den alten Kleidern gemacht hatte. „Ich dachte, so hast du mich immer dabei“, lächelte er traurig und legte sie mir um. „Danke“, flüsterte ich und umarmte ihn vielleicht zum letzten Mal in meinem Leben. Als er ging war es als wäre ein Teil von meinem Herzen weggesprengt worden und hätte sich dann in Luft aufgelöst. Ich wollte nicht mehr auf die Party, aber ich musste und ich wollte das was jetzt passiert war so gut wie möglich überspielen. Als ich wieder hinunter kam verkündete ich den anderen, dass Lucas zu seiner...

Kapitel zweiundvierzig

„Kannst du noch die Chips in die Schüssel tun?“, bat ich Nick und schon verschwand er in der Küche. „Danke!“, rief ich hinterher und half Lucas schnell die Girlande aufzuhängen. „Du Prinzessin ich muss dir was sagen“, flüsterte er mir zu, „Hast du kurz…“ „Wenn es wegen den Chips ist, ich weiß, dass du die nicht magst. Musst nicht jammern hab dir extra Flips gekauft“ -„Nein, was ganz anderes. Ich….“ Da unterbrach ihn Eva die zwei Kisten mit Bier rein trug. „Kein BIER HAB ICH GESAGT. Ich möchte Wein und Sekt! “, keifte ich sie  an und schnell suchte sie mit den Trägern das weite. „Was wolltest du sagen?“, erinnerte ich Lucas wieder ganz ruhig. -„Nichts. Sag ich dir nachher.“ -„OK. MAN FRANZ VORGLÜHEN UM 6 DAS IST NICHT DEIN ERNST!“ Ein dicklicher Junge wankte in den Raum und sang lauthals: „MEDINA DU BIST SO HEISS WIE DIE SONNE UND ICH WILL DIR WÜNSCHEN VIEL WONNE!!!!“ Lucas sprang energisch von der Leiter und zusammen mit Nick konnte er meinen Klassenkameraden aus der Woh...

Kapitel einundvierzig

Als ich an meinem Geburtstag, es war der Tag nach Arvids Besuch, mit Lucas zur Schule ging stellte ich ihn gleich zur Rede: „Warum schickst du deinen Bruder zu mir? Vor allem warum erzählst du ihm Lügen über mich?!“ Wütend blitzte ich ihn an und blieb am Weg stehen. „Hm…ich hatte das Gefühl dir geht nicht gut und soll ich meinen Bruder anlügen? Außerdem hab ich ihn nicht geschickt! Er ist einfach so zu dir gegangen, Arvid hatte selbst die Idee“, gab er gleichgültig zu und lief einfach weiter in Richtung Gebäude. „Du benimmst dich im Moment so komisch Lucas! Du bist fast gar nicht mehr bei uns, deinen Freunden. Nur im Fußballteam oder bei Marcus! Oder du fickst Maja in unserer WG, was wirklich zum kotzen ist!“, motzte ich und er drehte sich kurz um. -„Aha jetzt weiß ich warum du im Moment so bedrückt wirkst! Du machst dir mal wieder Sorgen um mich! Und du bist wieder ein scheiß Kontrollfreak! Kann dir doch scheiß egal sein mit wem ich Sex habe!“ „Nein, ist es mir aber nicht! Maja ...

Kapitel vierzig

Ich schrieb bis zu meinem Geburtstag nun häufig mit Arvid. Er war wirklich nett und wir waren auf einer Wellenlänge. Er war ähnlich wie Lucas aber auch doch ganz anders. Wir redeten viel über Musik und die nächsten Urlaubsziele. Ich lag an einem Abend im Januar schon im Bett, als es plötzlich an der Türe klingelte. Mit einem lauten seufzen schälte ich mich aus meiner Decke und tappte zur Wohnungstüre. Eva, Maja und Lulu schliefen anscheinend schon tief und fest. Ich staunte nicht schlecht als ich die Türe öffnete und Arvid vor mir stand. „Kann ich rein kommen?“, bat er ohne eine Begrüßung und ich nickte. „Klar aber Lucas ist nicht da, wenn du willst kann ich ihn anrufen.“ Er winkte ab und folgte mir in mein Schlafzimmer. „Nein Medina, das musst du nicht. Lass das bitte unter uns bleiben okay? Ich habe auch nicht viel Zeit.“ Lucas jüngerer Bruder setzte sich auf mein Bett und fuhr sich nervös über die Stirn. „Arvid was ist denn passiert? Was machst du so plötzlich hier?“, stot...

Kapitel neunundreißig

Am Nachmittag traf ich mich mit meinen Freunden in der Schulcafeteria, die im hinteren Bereich des Schulgeländes in einem Pavillon lag. Sie war gemütlich mit Couchen und Sofas ausgestattet und auf den kleinen runden Tischchen standen kleine Blumensträuße. Lucas hatte sich auf eine Couch gelegt und seine Füße wippten im Takt der leisen Hintergrundmusik. Eva scrollte nachdenklich durch alte Kommentare unter den Blogs und Nick trommelte ungeduldig mit den Fingern auf den Tisch: „Wann ist unser Essen endlich fertig, ich verhungere. So lange können doch drei Pizzabaguettes nicht brauchen.“ „Nicki beschwere dich nicht. Dafür sind sie sicher lecker“, grinste Eva und fuhr sich durch ihre Locken. „Ich hoffe es. Was guckst du da eigentlich? Gibt es was neues im Blog?“, fragte er und zückte sein Handy. „Nein, ich lese nur. Will wissen wer dieser blöde BlogBoss ist, der Medinas Leben zur Hölle macht“, grummelte Eva, während Nick weiter auf sein Handy schaute. „Hm“, meldete sich Lucas, „Fände ...

Kapitel achtundreißig

Nach dem Essen schlenderten wir langsam zurück in unser Wohnhaus. Kaum hatten wir unsere Wohnung betreten sahen wir das Chaos was wir vor den Ferien zurückgelassen hatten. „Ich würde jetzt erst einmal aufräumen“, kicherte Eva und schnappte sich zwei Paar Schuhe die mitten im Gang rumlagen. Ein Paar sah aus wie Lucas Chucks, anscheinend hatte er sie mal vergessen. Typisch Jungs, sie taten Dinge die man niemals verstehen würde. War er etwa nur mit Socken zurück ins Jungenhaus gerannt? Wahrscheinlich durch den Keller, der beide Häuser miteinander verband. Das zweite Paar war meins und ich nahm es ihr ab. „Die kommen in meinen Schuhschrank. Ich nehm mir dann mal das Wohnzimmer vor.“ Ich hob einige Kissen auf, die neben dem Sofa lagen. Ich schmiss sie immer runter ohne es zu merken. Dann räumte ich noch eine Schüssel mit alten Gummibärchen in die Küche und goss die Blumen. Eva putzte gerade die Küche u...

Kapitel siebenundreißig

Seufzend stand ich auf, ich musste mal an die Frischluft. Da kam mir ganz Recht, dass wir jetzt eine Rast machten. Ich brauchte mal Abstand. Als ich aus dem Bus stieg atmete ich erst einmal tief ein. Endlich wieder frische Luft. Ich blieb eine Zeitlang neben dem Bus stehen und beschloss dann einen kleinen Spaziergang um die Raststätte zu machen. Es war angenehm meine Beine zu vertreten und lenkte mich von meiner Angst, dass ich in den Ferien gar nicht gelernt hatte ab. Ich entdeckte sogar Lucas der es sich auf einer Bank gemütlich gemacht hatte und in ein Buch schrieb, dann stand er auf und spazierte ein bisschen in ein kleines Wäldchen. Scheiße ich durfte doch nicht stalken. Schnell zurück in den Bus! „Wo warst du?“, fragte ich meinen besten Freund und lächelte ihn an. „An der frischen Luft, dachte deine Idee wäre doch nicht so schlecht.“ Er ließ sich auf einen Stuhl fallen und grinste zurück....

Kapitel sechsundreißig

Eva und Nick verabschiedeten sich dann, um beim Busfahrer zu fragen wann wir da wären. So blieb ich mit Lucas allein, der sich doch bequemt hatte an meine Seite zurückzukehren. „Weihnachten war echt schön. Hat mir gut getan. Danke“, schniefte ich und Lucas grinste. „Mir hats auch Spaß gemacht. Und du hast den Wein am Abend dann echt genossen“, lachte er, verstummte aber sofort als ich ihm auf die Schulter haute. -„Ich war gar nicht betrunken.“ -„Nein nur leicht fröhlich.“ -„Genau. Außerdem hätte ich sonst nie den Verlobten von deiner Tante ertragen können. Der wollte mir immer an den Arsch fassen, dieses Schwein.“ „Ja er ist echt dumm. Keine Ahnung warum sie ihn ausgesucht hat.“ Er lehnte sich zu mir her und zu strich eine Haarsträhne aus meinem Gesicht. „Das ich bei Arvid im Bett geschlafen habe, bleibt aber unter uns...

Kapitel fünfundreißig

„Hallo Medina“, begrüßte Marcus mich und wollte mich in den Arm nehmen, doch ich schob ihn weg. „Spinnst du“, zischte ich, „Ich hab das Bild gesehen, Eva hat es mir geschickt und du tust so als wäre nichts passiert.“ „Komm das war doch nur so eine kleine Knutscherei und ich und Marlene waren beide total voll“, seufzte er und ich schlug seine Hand noch einmal weg, die auf den Weg zu meiner Hüfte war. „AHA MARLENE WARS! WEIL SIE FETTERE BRÜSTE HAT ODER!!!“ „Jetzt Medina mach doch nicht so einen Aufstand! Ich finde kleinere auch schön.“ „MACH NICHT SO EINEN AUFSTAND, DU BIST JA LUSTIG!!! DU BIST ECHT EIN ARSCH!!!“, kreischte ich und ich versuchte die Tränen zurückzuhalten. „Können wir das nicht in Ruhe besprechen?“ Er versuchte mich zu beruhigen und fasste mich an den Schultern. „Nein du hast mich so v...

Kapitel vierundreißig

Glücklich nahm ich Eva bei der Fahrt zur Schule in den Arm, ich hatte sie sehr vermisst, meine beste Freundin. Als erstes kam sie auf dem Blogeintrag von Weihnachten zu sprechen: „Woher konnten die denn wissen, dass du bei Lucas warst? Lucas hat es nämlich bestimmt nicht verraten.“ -„Ich habe keine Ahnung. Aber die werden uns jetzt das ganze Jahr nicht mehr aus den Augen lassen, bin schon auf den nächsten Artikel gespannt. Ich dachte dieses Jahr lassen sie mich in Ruhe wie dieses halbe Jahr jetzt auch.“ Ich ließ mich auf meinem Platz nieder und packte die Sachen aus, welche ich für die Reise mitgebracht hatte. Gummibärchen, meinen neuen Minifernseher, Kuscheldecke und ein Kissen, außerdem noch Plätzchen. Es war wieder eine Nachtreise, so wie die nach den Sommerferien. „Ja das wird sicher witzig. Vielleicht drucken sie sogar noch Fan T-Shirts“, sagte da plötzlich Lucas hinter mir und...

Kapitel dreiunddreißig

Langsam neigten sich die Ferien nun dem Ende zu und Lucas und ich packten unsere Koffer. Nele und Arvid waren in den letzten Tagen wirklich neue Freunde für mich geworden und ich und Lucas waren sogar noch mit ihnen im Kino und im Schwimmbad. Das waren schöne Ausflüge gewesen und mit Arvid verstand ich mich in der ganzen Zeit am besten. Er hatte die gleichen Interessen wie ich und war einfach ein ganz spannender Mensch. Er hatte schon so viel erlebt, war in sehr vielen Ländern und schon 23! Seit der Silvesternacht, die ich in seinem Bett verbracht hatte bestand irgendwie eine Verbindung zwischen uns. Wir hatten nicht gekuschelt oder uns geküsst sondern einfach nur geredet. Ich hatte ihm von meinen seltsamen Beziehungen zu Lucas und Marcus erzählt und warum ich im Wohnzimmer zusammengebrochen war. Ich konnte  Lucas Beziehung zu mir in diesem Moment nicht mehr als Freundschaft einordnen. Das zu ordnen war einfach zu viel für meinen Kopf gewesen. Arvid konnte mir durch das einfache ...

Kapitel zweiundreißig

„Was sollte das gestern?“, fragte mein Bruder, als wir am Frühstücktisch saßen. -„Medina hat mich in die Enge getrieben und ich konnte plötzlich nicht mehr klar denken. Zum Glück warst du rechtzeitig da. Das hat meinen ganzen Plan gefährdet, ich will doch unbedingt noch nach Afrika und nicht in einer Wohnung mit Medina enden.“ „Warum lässt du es nicht einfach zu? Kein anderer Mann darf sie anfassen, weil du die Verbindung schon angemeldet hast. Sie wird einsam sein bis du sie nimmst!“, zeigte  Arvid völliges Unverständnis und belegte sein Brot mit Salami. Ich musste irgendwie eine gute Begründung für mein weiteres Handeln finden. „Aber sie hat doch Marcus, er ist ein guter Mann und mein bester Freund.“ -„Medina hat mir gestern vor dem Schlafen erzählt, dass ihr Marcus nun völlig egal ist nachdem er das im Bus abgezogen hat, und sie deshalb gestern gerne mit dir ...

Kapitel einundreißig

“Medina willst du mit mir tanzen?” Wir waren nun schon am Ende des Abends angekommen und hatten uns ins gemütliche Wohnzimmer zurückgezogen. Medina nahm meine Aufforderung mit einem schiefen Lächeln an und wir drehten uns zu ruhiger Walzermusik im Kreis. Der Alkohol zeigte bei mir noch leichte Wirkung und die Lichter vom Christbaum leuchteten für mich viel wärmer und heller als sonst. Arvid hatte spontan noch Nele eingeladen und tanzte nun eng umschlungen mit ihr in einer anderen Ecke vom Raum, doch plötzlich waren sie verschwunden und ich hatte so eine Vorahnung. Nele hatte schon immer eine Schwäche für meinen jüngeren Bruder gehabt und teilweise schon bedauert, dass er nicht ihr Auserwählter war. Naja wenigstens konnten sie so Spaß miteinander haben, was sie auch bei fast jeder Feier hatten. Männer waren in der Daya-Gemeinschaft, nachdem sie ungefähr 17 waren, ein gefragtes Spielzeug.  Kaum e...

Kapitel dreißig

Am Neujahrsabend trafen wir also zu viert in einem edlen Restaurant ein. Dort erwartete uns ein überraschender Gast, besser gesagt eine ganze Familie. „Kamit, Davied  oh und die zwei Kleinen. Hallo, schön euch zu sehen.“ Meine Mutter winkte erfreut, doch mir und meinem Bruder war die ganze Sache wenig geheuer. Medina sah an diesen Abend wunderschön aus in ihrem lila Kleid, doch ihre Augen waren noch ein wenig verquollen. Sie hätte den Abend gerne mit Marcus verbracht, doch er hatte spontan gemeint, er brauche Abstand. „Die Freude ist ganz meinerseits. Wir sitzen genau am Nachbartisch. Meine beiden Töchter wollten endlich Mal wieder auswärts essen. Ah und du musst bestimmt Medina sein“, grüßte Kamit zurück und ihre beiden Töchter Belle, eine Daya, und Michela nickten höflich. Belle war zehn Jahre alt, hatte leuchtend blonde Haare und ein einnehmendes Lächeln. Michela war hingegen das komplette Geg...

Kapitel neunundzwanzig

„Kannst du mir Medina einmal vorstellen Lucas?“, fragte mein Bruder und ich dachte nach, wollte ich, dass sie ihn vor der Verbindung traf oder nicht? Sie hätte mit ihm endlich eine Person in meiner Familie, die sie nicht nur als meine Auserwählte sehen würde. „Okay, komm mit runter Arvid. Medina und Mama freuen sich sicher.“ Grinsend kam er mit zur Türe und als wir in den Gang traten sagte er: „Ich bin schon mega neugierig wie die Frau so ist! Ich meine sie wird dich spätestens in einem Jahr heiraten!“ Medina stand in der Küche an der Theke und machte gerade eine Kanne Tee, als wir durch die Türe traten. Sie ging sofort offen auf Arvid zu und begrüßte ihn: „Hallo, ich bin Medina, eine Freundin von Lucas aber das weißt du sicher schon.“ Mein Bruder nickte und zeigte ein strahlendes Lächeln: „Ja Lucas hat mir schon viel erzählt. Ich bin Arvid Lu...

Kapitel achtundzwanzig

Da klingelte es an der Tür und ich stand mit einem hörbaren Seufzen vom Tisch auf. Meine Mutter bot an zur Türe zu gehen, doch ich schüttelte den Kopf. „Nein passt schon, ich gehe schon. Höflich fragte ich durch die Gegensprechanlage wer uns besuchen wollte , doch als ich die Antwort bekam musste ich vor dem Hereinlassen erst mal tief einatmen. „Du kannst rein kommen.“ Bevor die Türe aufging hörte ich noch ein „Dankeschön sehr freundlich“. Ich hatte keinen regelmäßigen Kontakt zu meinem jüngsten Bruder Arvid, seitdem er auf der Kampfakademie angefangen hatte. Nun war er seit zwei Jahren voll ausgebildeter Soldat und leitete eben jene Truppe die ich bald in Afrika übernehmen wollte. Dazwischen machte er Geheimaufträge, wie das Bewachen von Auserwählten oder Anschläge auf gegnerische Gemeinschaften. Menschliche Nachkommen wie er waren für die Gemeinschaft zwar wichtig aber hatten keinen hohen Stellenwert. „Hallo wie geht es dir?“ Grinsend umarmte er mich und zog dann seine festen...

Kapitel siebenundzwanzig

Es war früher Morgen als ich Marcus Nummer auf meinem iPhone antippte. Medina schlief noch in meinem Bett und die Sonne schimmerte in ihrem goldenen Haar. Wir hatten noch bis spät in die Nacht geredet und sie war zu faul gewesen in ihr Gästezimmer zu gehen. „Hallo?“ Ging mein bester und längster Freund ran. „Hi Marcus hier ist Lucas und ich wollte fragen wie du das mit Medina wieder gerade biegen willst? Vielleicht kann ich dir helfen." „Nein ich brauch deine Hilfe nicht Lucas. Ich denke es ist besser ich trenne mich von ihr. Es ist einfach komplett anders als damals. Sie war meine erste Freundin und ich musste sie früher so oft aus Drogen und keine Ahnung was rausziehen. Jetzt ist sie brav und lieb und süß…ich habe mich erst gefreut, dass sie so ist und jetzt … das ist nichts für mich.“ Mein bester Freund schluckte und ich spürte seine Verzweiflung. Ich stand vorsichtig auf und verließ mein Zimmer. Nervös strich mir über meine Stirn. „Ja Medi ist jetzt komplett anders als...

Kapitel sechsundzwanzig

„Medina mach auf! Ich weiß ja nicht einmal was los ist! Komm doch runter die Bescherung fängt gleich an!“ Das war schon mein fünfter Versuch, deshalb riss ich jetzt einfach die Türe auf. Das einzige was im Zimmer etwas wie Medina aussah, war ein Deckenhügel auf ihrem Bett. „Prinzessin was ist denn?“ Ich setzte mich vorsichtig neben ihre Deckenburg. „Nenn mich nie wieder Prinzessin du Arsch! Ist das da unten auch eine deiner Prinzessinnen? Hau ab!!!“, kreischte sie da und versuchte mich aus dem Bett zu schubsen. „Du denkst Nele und ich wären…Medina das ist albern. Ich und Nele waren früher zusammen auf der Da... äh auf einer Elite Schule und im Kindergarten. Ihre Eltern sind früh gestorben und sie hat eine kurze Zeit hier gewohnt. Sie kommt jedes Weihnachten zu uns und wir üben oft Geige miteinander, mehr ist das nicht! Hey warst du etwa eifersüchtig?“ Ich musste lachen doch Medina sah mich noch zorniger an. „Du findest das vielleicht albern aber du wärst nicht der einzige Jung...

Kapitel fünfundzwanzig

„Sind das schöne Formen“, seufzte ich als ich in die alte Holzkiste lugte die mir Lucas Mutter in die Hand gedrückt hatte. Es gab zarte Rosen, kleine Sterne, Figuren die sich an der Hand nahmen. Das Beste war aber eine kleine Krone, sie war wunderschön. „Ich weiß, die sind seit langer Zeit in unserer Familie“, erklärte sie mir, während die Krone in den Teig eintauchte. Die Plätzchen wurden dann noch von Lucas Mutter mit Gewürzen bestreut und wir schoben sie in den Ofen. Da hörten wir die wunderbare Geigenmusik aus dem Wohnzimmer, aber es waren zwei, nicht nur Lucas. Schnell wusch ich meine Hände ab und schaute neugierig durch die Tür ins Wohnzimmer. Neben Lucas stand eine junge Frau etwa in meinem Alter und sie sah aus wie ein SUPERMODEL! Lange schwarze Haare, lange schmale Beine. Plötzlich drehte sie sich um und ich sah in ein makelloses Gesicht, ohne einen einzigen Pickel. Wer war das? „Hal...