Kapitel sechsundreißig
Eva und Nick verabschiedeten sich dann, um beim Busfahrer zu fragen wann wir da wären.
So blieb ich mit Lucas allein, der sich doch bequemt hatte an meine Seite zurückzukehren.
„Weihnachten war echt schön. Hat mir gut getan. Danke“, schniefte ich und Lucas grinste.
„Mir hats auch Spaß gemacht. Und du hast den Wein am Abend dann echt genossen“, lachte er, verstummte aber sofort als ich ihm auf die Schulter haute.
-„Ich war gar nicht betrunken.“
-„Nein nur leicht fröhlich.“
-„Genau. Außerdem hätte ich sonst nie den Verlobten von deiner Tante ertragen können. Der wollte mir immer an den Arsch fassen, dieses Schwein.“
„Ja er ist echt dumm. Keine Ahnung warum sie ihn ausgesucht hat.“ Er lehnte sich zu mir her und zu strich eine Haarsträhne aus meinem Gesicht.
„Das ich bei Arvid im Bett geschlafen habe, bleibt aber unter uns OK.“ Ich schob seine Hand weg.
„Klar. Sonst gibt es noch einen Blogartikel.“ Seine Hand kehrte zu meinem Gesicht zurück.
In diesem unpassenden Moment kam mal wieder Maja vorbei.
„Ich habe euren Artikel gelesen, ihr seid sooooo süß! Das Bild was Lulu zur Redaktion geschickt hat, hat auch supi gepasst!“, quietschte sie und grinste wie ein Breitmaulfrosch.
Lucas seufzte: „Danke, toll dass es dir gefällt“.
-„Bitteschön. Allen auf der Schule gefällt es und wir sind schon gespannt was als nächstes passiert. Könnt ihr was verraten?“
Wir blieben still, wenn wir jetzt irgendetwas sagen würden, käme wieder das ganze Gerede.
-„Das sagt schon alles. Hach wird das spannend.“
„Ich werde bestimmt nicht so eine scheiße bauen wie mein lieber Ex-Freund“, platzte es aus mir heraus und Maja grinste.
-„Ich weiß, ich war live dabei. Betrunken knutscht er am besten.“
„Warum hat keiner ihn aufgehalten? Jeder wusste doch, dass er eine Freundin hatte“, wollte Lucas jetzt wissen und Maja zuckte mit den Schultern.
-„Es war eine Party. Nick hat ihn einmal ermahnt, doch Marcus hat einfach weitergemacht. Keiner der auf der Party war mag Medina, also waren unsere Bemühungen auch nicht so groß, ihn vom Knutschen abzuhalten.“
Es versetze mir einen Stich das zu hören, doch eigentlich konnte es mir jetzt auch egal sein.
Maja zog mit einem Grinsen auf dem Gesicht ab.
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