Kapitel vierundreißig
Glücklich nahm ich Eva bei der Fahrt zur Schule in den Arm, ich hatte sie sehr vermisst, meine beste Freundin.
Als erstes kam sie auf dem Blogeintrag von Weihnachten zu sprechen: „Woher konnten die denn wissen, dass du bei Lucas warst? Lucas hat es nämlich bestimmt nicht verraten.“
-„Ich habe keine Ahnung. Aber die werden uns jetzt das ganze Jahr nicht mehr aus den Augen lassen, bin schon auf den nächsten Artikel gespannt. Ich dachte dieses Jahr lassen sie mich in Ruhe wie dieses halbe Jahr jetzt auch.“
Ich ließ mich auf meinem Platz nieder und packte die Sachen aus, welche ich für die Reise mitgebracht hatte. Gummibärchen, meinen neuen Minifernseher, Kuscheldecke und ein Kissen, außerdem noch Plätzchen. Es war wieder eine Nachtreise, so wie die nach den Sommerferien.
„Ja das wird sicher witzig. Vielleicht drucken sie sogar noch Fan T-Shirts“, sagte da plötzlich Lucas hinter mir und setzte sich zu meiner Überraschung gegenüber hin und nicht neben mich.
„Hey was soll das, du kommst zu mir rüber“, lachte ich und er schüttelte den Kopf.
-„Sonst kommt noch ein Foto. Ich bleib da. Eva du kannst heute neben deiner BF sitzen.“
Verwundert sah Eva auf den Platz neben mir und setzte sich.
Mir fehlte Lucas neben mir. Ich konnte mich nicht gegen seine Schulter lehnen, nicht den Kopf auf seinen Schoß betten. Er war nur einen halben Meter entfernt, was mir aber ewig weit vorkam.
„Was glaubst du hat Marcus vor um dich zurück zu bekommen?“, wollte jetzt Eva wissen und schnappte sich eines von Frau Kirschbaums Plätzchen.
„Ich habe keine Ahnung aber es muss etwas wirklich gutes sein.“
Und tatsächlich Marcus hatte einen Plan, zwar keinen guten, aber einen Plan.
Als wir bei der ersten Raststätte hielten kam er auf mich zu, mit Rosen in der Hand und einem gewinnenden Lächeln im Gesicht.
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