Kapitel zweiundreißig
„Was sollte das gestern?“, fragte mein Bruder, als wir am Frühstücktisch saßen.
-„Medina hat mich in die Enge getrieben und ich konnte plötzlich nicht mehr klar denken. Zum Glück warst du rechtzeitig da. Das hat meinen ganzen Plan gefährdet, ich will doch unbedingt noch nach Afrika und nicht in einer Wohnung mit Medina enden.“
„Warum lässt du es nicht einfach zu? Kein anderer Mann darf sie anfassen, weil du die Verbindung schon angemeldet hast. Sie wird einsam sein bis du sie nimmst!“, zeigte Arvid völliges Unverständnis und belegte sein Brot mit Salami. Ich musste irgendwie eine gute Begründung für mein weiteres Handeln finden. „Aber sie hat doch Marcus, er ist ein guter Mann und mein bester Freund.“
-„Medina hat mir gestern vor dem Schlafen erzählt, dass ihr Marcus nun völlig egal ist nachdem er das im Bus abgezogen hat, und sie deshalb gestern gerne mit dir rummachen wollte. Sie meinte, du bist ihr viel wichtiger und magst sie so wie sie ist. Ich weiß ich kann dir als Mensch nichts vorschreiben, aber verliere sie bitte nicht aus den Augen.“
„Mein Entschluss steht fest Arvid und ich verlange von dir beim Umsetzen meines Planes volle Professionalität“, knurrte ich genervt. Seine gut gemeinten Ratschläge brachten mich langsam echt in Rage.
„Okay gut. Ich kümmere mich um sie. Kein Stress. Ich bleibe jetzt schon mit ihr in Kontakt, dann lerne ich sie besser kennen“, seufzte Arvid und trank einen großen Schluck Kaffee, „Sie hat ja dann ihre Freunde und mich.“
In diesem Moment kamen Nele und Medina in die Küche gestolpert. Sie kicherten und lachten. Anscheinend hatte sie noch eine neue Freundschaft geschlossen.
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