Kapitel siebenundzwanzig

Es war früher Morgen als ich Marcus Nummer auf meinem iPhone antippte. Medina schlief noch in meinem Bett und die Sonne schimmerte in ihrem goldenen Haar.
Wir hatten noch bis spät in die Nacht geredet und sie war zu faul gewesen in ihr Gästezimmer zu gehen.
„Hallo?“ Ging mein bester und längster Freund ran.
„Hi Marcus hier ist Lucas und ich wollte fragen wie du das mit Medina wieder gerade biegen willst? Vielleicht kann ich dir helfen."
„Nein ich brauch deine Hilfe nicht Lucas. Ich denke es ist besser ich trenne mich von ihr. Es ist einfach komplett anders als damals. Sie war meine erste Freundin und ich musste sie früher so oft aus Drogen und keine Ahnung was rausziehen. Jetzt ist sie brav und lieb und süß…ich habe mich erst gefreut, dass sie so ist und jetzt … das ist nichts für mich.“ Mein bester Freund schluckte und ich spürte seine Verzweiflung.
Ich stand vorsichtig auf und verließ mein Zimmer. Nervös strich mir über meine Stirn.
„Ja Medi ist jetzt komplett anders als früher aber so ist es doch jetzt viel unkomplizierter. Du hast keine desorientierte Freundin die du im Schulhaus suchen musst. Sie ist immer bei klarem Verstand und nicht irgendwie betrunken oder auf Drogen und du kannst sicher sein sie würde dich nicht im Rausch betrügen“, redete ich zitternd auf ihn ein. Ich stand jetzt am Balkon und kuschelte mich in eine Wolldecke. Frische Luft tat jetzt gut.
„Ja schon aber es fehlt etwas und ich denke ich habe deshalb im Bus etwas anderes gesucht. Sie ist irgendwie nicht mehr SIE“, seufzte er und ich verstand irgendwie schon was er meinte.
„Wann magst du es ihr sagen?“
Es entstand eine Pause und dann meinte Marcus: „Wahrscheinlich erst im Bus und ich will erst einmal von ihr hören was sie über uns denkt, vielleicht bekommen wir es ja dann doch wieder hin. Ist sie bei dir im Zimmer?“
„Ja schon. Sie schläft gerade, haben lange geredet gestern“, antwortete ich, während ich meine Stirn gegen einen Holzbalken lehnte.  Es war angenehm kühl.
„Gut. Bitte beruhige sie und gebe ihr schöne Ferien. Ich muss jetzt leider auflegen, es gibt Frühstück. Tschüss Lucas.“
„Tschüss Marcus. Kopf hoch.“
Ich hörte nur noch das „Tut Tut“ in der Leitung und legte auf. Krass.

Als wir später beim Frühstück waren piepste mein Handy. Im Schulblog war ein neuer Artikel hochgeladen worden und als ich das Bild darunter sah spuckte ich vor Schreck mein ganzes Müsli zurück in die Schüssel. Auf dem Foto waren ich und Medina zusammen auf ihrem Bett in der Schulwohnung. Das musste Lulu gemacht haben bevor wir Schluss machten. Ihr Kopf lag auf meiner Brust und sie lächelte glücklich. Ein süßes Bild aber auf keinen Fall geeignet für einen öffentlichen Blog.
„Diese Schweine“, murmelte ich und scrollte zum Artikel hinunter.

Lucas und Medina endlich wahre Liebe
Dieses Foto wurde mir von einem treuen Informanten zugespielt. Wie ihr erkennen könnt, geht es diese Woche um unsere lieben Mitschüler Medina und Lucas, die natürlich nur beste Freunde sind. Haha, das ich nicht lache :P Die sehen sehr viel vertrauter aus. Von einem anderen Informanten habe ich noch gehört, dass Medina die Ferien bei Lucas und seiner Familie verbringt. Ihre Eltern (ein Firmenmanager und eine berühmte Theaterschauspielerin) haben leider keine Zeit für sie aber das wisst ihr alle natürlich schon aus dem Artikel „Medina und wer sie wirklich ist“. Unser neues Traumpaar traf sich das erste Mal vor vier Jahren als Lucas an die Schule kam, er wurde ihr Banknachbar und schon bald verbrachten sie viel Zeit miteinander. Medina war damals 14 und er 15 Jahre alt. Ein Jahr später kamen sie das erste Mal zusammen, doch es war eher eine ruhige Beziehung. Man sah sie nie knutschend am Pausenhof. Höchstens einmal Händchen halten. Dann kam sie mit Marcus zusammen, doch die Freundschaft der Beiden hielt. Als Medina dann nach Amerika musste haben wir alle die traurige Verabschiedung von Medina und Lucas am Pausenhof mit verfolgt, denn ich habe sie für euch natürlich gefilmt (Das Video findest du unten). Uns allen stiegen die Tränen in die Augen als Medina heulend in Lucas Armen lag bevor sie in das rote Cabriolet ihrer Mutter stieg. Marcus hatte sie natürlich vorher auch geküsst, aber das war nicht so herzergreifend, ich muss es aber leider an dieser Stelle erwähnen.
Jetzt ist sie also wieder da. Lucas der die letzten zwei Jahre nur ein Schatten seines Fußballtalents ausgepackt hatte macht ein Tor nach dem anderen und die Beziehung mit Lulu Meierbach ging wie wir alle mitbekommen haben den Bach runter. Antonella die Kapitänin des Cheerleaderteams brach er auch das Herz und sie sagt aus, dass sie schon gemerkt habe, dass er sie nur als Spielzeug verwendet hat. Ich hoffe ich bekomme bald ein Interview von unserm neuen Traumpaar und das die Beziehung bis zum Abschlussball hält, denn die beiden als Königspaar wären fantastisch.



Ich ging weiter runter und sah mir die Meinungen der Schüler an. Mir war klar wer der Informant war der das mit dem Ferienhaus ausgeplaudert hatte: Marcus.
Toll wieder ein neues Problem. Ich wollte gerade das Handy in meine Hosentasche stecken da sah ich das Medina ebenfalls auf ihren Bildschirm starrte.
„Hast dus auch gelesen?“
Ich brauchte nicht auf eine Antwort warten, ich wusste es schon aus ihrem Schweigen heraus.
„Wer war das?“, flüsterte sie und steckte das Smartphone zurück in die Hosentasche.
Wir wollten beide nicht das meine Mutter irgendwas davon mitbekam bevor sie noch irgendeinen scheiß Kommentar darunter postet.
„Wir besprechen das oben“, raunte ich zurück und aß weiter als wäre nichts passiert.
Als wir oben waren brüllte Medina los:
„WIE KANN MAN NUR SO RÜCKSICHTSLOS SEIN! WIR SIND DOCH GAR NICHT ZUSAMMEN UND JETZT GEHEN DIESE GRÜCHTE WIEDER LOS!!! ICH WUSSTE NICHT EINMAL, DASS DIE UNSEREN ABSCHIED GEFILMT HAT! JETZT SIND WIR ZUSAMMEN AUF DEM BETT IM INTERNET!!! DAS GEHT NIE WIEDER DA RAUS!!!“
„Beruhig dich. Ich weiß wie bescheuert das ist. Aber wir müssen uns jetzt beherrschen“, seufzte ich und nahm sie in den Arm.
„Die werden jetzt wieder wie Paparazzi hinter uns her sein“.
„Ja das werden sie und wir werden sie einfach ignorieren. Einfach nicht beachten Medina.“
Sie atmete ein Mal tief aus und ließ mich dann los. Das Marcus das wahrscheinlich an den Blog verraten hatte sagte ich lieber nicht, sie würde nur noch Mal ausrasten.
Ich freute mich überhaupt nicht zurück in die Schule zu müssen.
Das Getratsche ging einen einfach auf die Nerven.

Toll wieder ein neues Problem. Ich wollte gerade das Handy in meine Hosentasche stecken da sah ich das Medina ebenfalls auf ihren Bildschirm starrte.
„Hast dus auch gelesen?“
Ich brauchte nicht auf eine Antwort warten, ich wusste es schon aus ihrem Schweigen heraus.
„Wer war das?“, flüsterte sie und steckte das Smartphone zurück in die Hosentasche.
Wir wollten beide nicht das meine Mutter irgendwas davon mitbekam bevor sie noch irgendeinen scheiß Kommentar darunter postet.
„Wir besprechen das oben“, raunte ich zurück und aß weiter als wäre nichts passiert.
Als wir oben waren brüllte Medina los:
„WIE KANN MAN NUR SO RÜCKSICHTSLOS SEIN! WIR SIND DOCH GAR NICHT ZUSAMMEN UND JETZT GEHEN DIESE GRÜCHTE WIEDER LOS!!! ICH WUSSTE NICHT EINMAL, DASS DIE UNSEREN ABSCHIED GEFILMT HAT! JETZT SIND WIR ZUSAMMEN AUF DEM BETT IM INTERNET!!! DAS GEHT NIE WIEDER DA RAUS!!!“
„Beruhig dich. Ich weiß wie bescheuert das ist. Aber wir müssen uns jetzt beherrschen“, seufzte ich und nahm sie in den Arm.
„Die werden jetzt wieder wie Paparazzi hinter uns her sein“.
„Ja das werden sie und wir werden sie einfach ignorieren. Einfach nicht beachten Medina.“
Sie atmete ein Mal tief aus und ließ mich dann los. Das Marcus das wahrscheinlich an den Blog verraten hatte sagte ich lieber nicht, sie würde nur noch Mal ausrasten.
Ich freute mich überhaupt nicht zurück in die Schule zu müssen.
Das Getratsche ging einen einfach auf die Nerven.





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