Kapitel neunundreißig

Am Nachmittag traf ich mich mit meinen Freunden in der Schulcafeteria, die im hinteren Bereich des Schulgeländes in einem Pavillon lag. Sie war gemütlich mit Couchen und Sofas ausgestattet und auf den kleinen runden Tischchen standen kleine Blumensträuße.

Lucas hatte sich auf eine Couch gelegt und seine Füße wippten im Takt der leisen Hintergrundmusik. Eva scrollte nachdenklich durch alte Kommentare unter den Blogs und Nick trommelte ungeduldig mit den Fingern auf den Tisch: „Wann ist unser Essen endlich fertig, ich verhungere. So lange können doch drei Pizzabaguettes nicht brauchen.“
„Nicki beschwere dich nicht. Dafür sind sie sicher lecker“, grinste Eva und fuhr sich durch ihre Locken.
„Ich hoffe es. Was guckst du da eigentlich? Gibt es was neues im Blog?“, fragte er und zückte sein Handy.
„Nein, ich lese nur. Will wissen wer dieser blöde BlogBoss ist, der Medinas Leben zur Hölle macht“, grummelte Eva, während Nick weiter auf sein Handy schaute.

„Hm“, meldete sich Lucas, „Fände ich auch spannend. Jetzt ist etwas online gegangen. Das kann diesmal nur jemand hier im Raum gewesen sein.“
Das war ja seltsam, ja hier waren viele Schüler, aber über was sollte man hier berichten? Das neuste Toast?
„Es geht um deinen Geburtstagsfeier. Sie schreibt nur, dass du in der WG feierst und unsere Jahrgangsstufe eingeladen ist“, fasste meine BF den Inhalt zusammen.
„Hm das hätte man von überall schreiben können.“ Meine Freunde nickten.

Da klingelte auf einmal Lucas Handy.
„Hallo? Hi Arvid wie geht’s dir?“, ging er freundlich ans Telefon und entfernte sich einen Schritt von der Gruppe.
„Wer ist Arvid?“, fragte Eva in die Runde.
„Er ist Lucas Bruder”, antwortete ich leise in die Runde.
„Hä er hat nie erzählt, dass er einen Bruder hat”, gab Nick zurück und drehte sich neugierig um.
„Ja, ich kenne ihn auch erst seit Weihnachten.” Grinsend dachte ich an Arvid mit seinen dunklen Haaren und seinen wunderschönen großen Augen.
„Verschweigst du uns da was? War das der süße Typ der dich Silvester ins Zimmer begleitet hat?”, kicherte Eva und holte mich in die Realität zurück. Lachend winkte ich ab: „Ja und wir haben nur geredet und er kann gut tanzen. Ne muss euch da nichts verschweigen.”
Nick kam seiner Freundin zu Hilfe und stichelte lachend: „Hm, wenn du dich gut mit ihm unterhalten hast, woher weißt du dann wie gut er tanzen kann.”
-„Na gut wir haben an Silvester Walzer getanzt, ich war sehr traurig wegen Marcus und er wollte mich aufheitern. Und dann hat er mich ins Bett gebracht.” Jetzt musste ich mitlachen, die Situation war wirklich absurd, Walzer tanzen mit einem Fremden obwohl man noch nicht mit seinem Freund offiziell Schluss gemacht hatte und der beste Freund daneben steht.
„Aha aufheitern”, prustete Eva, „Warum hat dich Lucas nicht aufgeheitert?”
-„Keine Ahnung, mit ihm habe ich an dem Abend nicht so viel geredet. Beim Essen hat er die meiste Zeit mit einer Kamit geredet, keine Ahnung wer das ist und danach war er den ganzen Abend recht ruhig und hat fast nur zugesehen. Er wollte mir nicht Mal einen Kuss um null Uhr geben!“
Lucas wurde lauter und sprach eindringlich ins Smartphone: „Okay, dann komme ich in einer Woche vorbei und richte mich so langsam ein. Ja tut mir leid, dass ich dir den Job wegnehme aber du kennst die Umstände. Hab dir die Situation schon Weihnachten erklärt.“
„Wo geht er denn in einer Woche hin?“, flüsterte Nick und ich zuckte mit den Achseln.
„Keine Ahnung, vielleicht treffen sie sich wo, sie wirkten sehr eng befreundet,“ antwortete ich und dachte es könnte nicht so etwas wichtiges sein. Endlich kamen die Baguettes und Lucas kam zurück an den Tisch.

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